Dr. Olaf Glöckner

 

Vita

 

Geboren 1965 in Karl-Marx-Stadt (Chemnitz)

studierte Israelwissenschaften

Neuere Geschichte und Jüdische Studien an der Humboldt-Universität Berlin und an der Universität Potsdam

zahlreiche Israelaufenthalte und freie journalistische Tätigkeit

1998 Mitarbeit am Neuen Lexikon des Judentums

Seit 2003 war er Mitarbeiter am internationalen Forschungsprojekt des MMZ: "Russisch-jüdische Zuwanderung nach Israel, Deutschland und in die USA im Vergleich".

Arbeitsschwerpunkte am MMZ: Russisch-jüdische Emigration und Zuwanderung; Europäisches Judentum nach 1989

Publikationen - Dr. Olaf Glöckner

 

1.) Buchpublikationen

 

Integrationsbedarfe und Einstellungsmuster von Geflüchteten im Land Brandenburg (Eine Studie des Moses Mendelssohn Zentrums), zus. mit Wahied Wahdat-Hagh, Universitätsverlag Potsdam 2019

Das neue Unbehagen. Antisemitismus in Deutschlande heute (hrsg. zus. mit Günther Jikeli); Olms, Hildesheim 2019

David Friedländer: Aufklärer, Brückenbauer, Philanthrop. Hentrich & Hentrich, Leipzig 2018

Deutschsprachige jüdische Migration nach Schweden. 1774-1945. De Gruyter, Berlin/Boston 2017 (hrsg. zusammen mit Helmut Müssener)

Das Zeitalter der Genozide. Urspünge, Formen und Folgen politischer Gewalt im 20. Jahrhundert. Duncker & Humblot, Berlin 2017

Handbook of Israel. Major Debates. De Gruyter, Berlin/Boston 2016 (ed. together with Eliezer Ben-Rafael, Julius H. Schoeps, and Yitzhak Sternberg)

Deutschland, die Juden und der Staat Israel. Eine politische Bestandsaufnahme (hrsg. zus. mit Julius H. Schoeps); Olms, Hildesheim 2016

Being Jewish in 21st Century Germany. Ed. together with Haim Fireberg, de Gruyter, Berlin/Boston 2015   Juden in Sachsen. Edition Leipzig / Henschel. Leipzig 2013 (hrsg. zus. mit Gunda Ulbricht)

Islamophobie und Antisemitismus - ein umstrittener Vergleich. de Gruyter. Berlin / Boston 2012 (hrsg. zus. mit Gideon Botsch, Christoph Kopke und Michael Spieker)

Immigrated Russian Jewish Elites in Israel and Germany: Integration, Self-Image and Role in Community Building, Südwestdeutscher Verlag für Hochschulschriften, Saarbrücken 2011

online unter:

opus.kobv.de/ubp/volltexte/2011/5036/index.html

Jews and Jewish Education in Germany Today (together with Eliezer Ben-Rafael and Yitzak Sternberg), BRILL, Leiden/Boston 2011

A Road to Nowhere? Jewish Experiences in Unifying Europe (together with Julius H. Schoeps), BRILL, Leiden/Boston 2011

Ben-Rafael, E./Lyubansky, M./Glöckner, O./Harris, P./Schoeps, J.H./Jasper, W./Israel, Yael (eds.): Building a Diaspora. Russian Jews in Israel, Germany and the USA. BRILL, Leiden/Boston 2006

Garbolevsky, Evgenya/von Mering, Sabine/Glöckner, O. (eds.): Russian Jewish Emigrants after the Cold War. Perspectives from Germany, Israel, Canada and the United States. Brandeis University, 2006

 

2.) Online-Publikationen

 

Russische Juden in Israel. In: BpB-Themen-Dossier „60 Jahre Israel“, Bundeszentrale für Politische Bildung, März 2008;
www.bpb.de/themen/QP1NM5,0,0,Russische_Juden_in_Israel.html

 

3.) Fachaufsätze/Artikel

 

Moralische Sieger? Linksintellektuelle „Israelkritik“ zwischen Provokation, Demagogie und Antisemitismus, in: Monika Schwarz-Friesel (Hrsg.), Gebildeter Antisemitismus. Eine Herausforderung für Politik und Zivilgesellschaft. Nomos, Berlin 2015, S. 75-92.   Das neue Judentum in Deutschland, in: Patrick Becker / Ursula Diewald(Hg.), Die Zukunft von Religion und Kirche in Deutschland: Perspektiven und Prognosen, Verlag Herder, Freiburg 2014, S. 121-136

  Perspektiven der russisch-jüdischen Zuwanderung auf dem deutschen Arbeitsmarkt. In: Dmitri Belkin und Raphael Gross (Hrsg.), Ausgerechnet Deutschland! Jüdisch-russische Einwanderung in die Bundesrepublik, Nicolai Verlag, Frankfurt a. M. 2010, S. 82-83

Glöckner, Olaf (2008): Fifteen Years of Russian-Jewish Immigration to Germany: Successes and Setbacks. (together with Julius H. Schoeps). In: Y. Michal Bodemann (ed.), The New German Jewry and the European Context, New York, pp.144-157

Glöckner, Olaf (2007): Zuwanderung und Integration russischer Juden in Ostdeutschland. In: Karin Weiss / Hala Kindelberger (eds.), Zuwanderung und Integration in den neuen Bundesländern. Zwischen Transferexistenz und Bildungserfolg. Lambertus. Freiburg i. Br., S. 114-126

Glöckner, Olaf (2006): Only Renowned Immigrants Are Mentioned in the Press: German Media and the Russian-Jewish Minority from 1990 to 2005. In: Russian-Jewish Emigrants after the Cold War. Perspectives from Germany, Israel, Canada and the United States. Ed. by. E. Garbolevsky, S. von Mering and O. Glöckner. Brandeis University, pp. 102-112

Glöckner, Olaf (2006): Russian-Jewish Immigration to Germany (together with Julius H. Schoeps and Willi Jasper). In: Eliezer Ben-Rafael, Thomas Gergely and Yosef Gorny (eds.), Jewry between Tradition and Secularism. Europe and Israel Compared, BRILL, Leiden/Boston, pp. 36-42

Glöckner, Olaf (2005): Zwischen High Tech und Marginalität. Wissenschaftler aus der früheren Sowjetunion und ihre Integration in Israel. In: Menora. Jahrbuch für deutsch-jüdische Geschichte (Bd. 15): Russische Juden und Transnationale Diaspora, Berlin / Wien, S. 307-327

Glöckner, Olaf (2004): Die Kultur als Lebenselixier. Russischsprachige jüdische Immigranten in Deutschland. In: 6. Potsdamer Begegnungen. Zusammenleben von Mehrheiten und Minderheiten in einem Lande. Hrsg. von Ernst-Jörg von Studnitz und Birgit Klein, Berlin, S. 140-143

Glöckner, Olaf (2001): Jüdische Einwanderer aus der GUS in Berlin. (Zus. mit Willi Jasper). In: F. Gesemann (Hrsg.), Migration und Integration in Berlin. Wissenschaftliche Analysen und politische Perspektiven, Opladen, S. 385-395
Abschied vom kulturellen Schmelztiegel. Integration und Selbstbehauptung der russischen Juden in Israel. In: J. H. Schoeps / W. Jasper / B. Vogt (Hrsg.), Ein neues Judentum in Deutschland? Fremd- und Eigenbilder der russisch-jüdischen Einwanderer, Potsdam 1999, S. 291-312

Projekte - Dr. Olaf Glöckner

 

“ ‘United in Diversity’ – An Interdisciplinary Study of Contemporary European Jewry and its Reflection”

 

Bearbeitung: Dr. Olaf Glöckner

 

Auch nach dem Zweiten Weltkrieg und der Shoah hat das europäische Judentum verschiedene Transformationen und Veränderungen durchlaufen, mit unterschiedlichen sozio-demographischen, kulturellen, religiösen und politischen Konstellationen. Die meisten jüdischen Communities und Netzwerke finden sich heute in Haupt- und Großstädten, wo sich ungeachtet der geringen Zahl jüdischer Einwohner kultureller wie religiöser Pluralismus entwickeln konnte. Wie aber gestaltet sich 75 Jahre nach der Shoah das Verhältnis zwischen Christen und Juden? Haben sich grundlegende gegenseitige Sichtweisen verändert? Gibt es gemeinsame Formen der Erinnerungskultur, und wie wird auf neue Formen von Antisemitismus reagiert? U.a. diesen Fragen widmet sich das internationale Forschungsprojekt „ ‚United in Diversity‘ – An Interdisciplinary Study of Contemporary European Jewry and its Reflection“, in dem Wissenschaftler der Karls-Universität Prag (Centre for the Study of the Holocaust and Jewish Literature), der Tel Aviv University (Kantor Center for the Study of Contemporary European Jewry), der Comenius Universität Bratislava (Historisches Institut) und des Moses Mendelssohn Zentrums Potsdam seit 2018 zusammenarbeiten. Zur Anwendung kommen sowohl zeithistorische wie auch sozialwissenschaftliche Methoden (u.a. Experteninterviews mit Juden und Nichtjuden in Ungarn, Polen, Tschechien und Deutschland). Gefördert wird die Studie durch das europäische Forschungsprogramm „Erasmus Plus“.  Die Ergebnisse fließen sowohl in eine englischsprachige Monographie wie auch in ein Webportal  „European Jewish Experience“ ein.