Über uns

 

Die Fachstelle Antisemitismus am Moses Mendelssohn Zentrum für europäische jüdische Studien ist eine vom Land Brandenburg geförderte Einrichtung, mit der dem sich verstärkt zeigenden Antisemitismus in Brandenburg entgegengetreten werden soll.

 

Die Fachstelle wird dabei im Wesentlichen zwei Aufgabenkomplexe bearbeiten:

Ein zentrales Betätigungsfeld wird das Monitoring antisemitischer Vorfälle im Land Brandenburg sein. In enger Kooperation mit der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) wird eine Meldestelle für antisemitische Vorfälle aufgebaut, die Vorfälle nach dem Vorbild der Arbeitsweise von RIAS erfasst, Beratungsangebote an Betroffene vermittelt und regelmäßig über die Entwicklung des Antisemitismus in Brandenburg berichtet. Darüber hinaus wird die Fachstelle Informationen über antisemitische Vorfälle mit Landesbehörden, insbesondere mit den Schulämtern bzw. dem MBJS und den Polizeibehörden austauschen und auswerten. Dazu sind Kooperationsvereinbarungen abzuschließen. Die Auswertung öffentlich zugänglicher Informationen über Antisemitische Vorfälle soll das Monitoring ergänzen.

 

Der zweite wichtige Aufgabenbereich der Fachstelle Antisemitismus betrifft Antisemitismusufklärung und -prävention. Hierbei wird sich die Fachstelle einerseits auf die am MMZ und an der Emil Julius Gumbel Forschungsstelle erarbeiteten Kenntnisse über Antisemitismus und Rechtsextremismus und andererseits auf die Erkenntnisse aus dem Monitoring stützen.

In enger Zusammenarbeit mit dem Handlungskonzept Tolerantes Brandenburg wird sich die Fachstelle Antisemitismus der Aufklärung über Antisemitismus in allen seinen Formen und der Prävention widmen.

 

Aufbauend auf diesen Erkenntnissen werden Maßnahmen zur Aufklärung über  Antisemitismus je nach Einsatzort und -gebiet spezifisch erarbeitet und angeboten. Insbesondere wird es darauf ankommen, die Sensibilität für Antisemitismus in Behörden und Ämtern des Landes und der Kommunen, in Schulen und auch bei der Polizei und den Strafverfolgungsbehörden zu stärken und Bildungsangebote zum Umgang mit Antisemitismus zu vermitteln.