Antisemitische Vorfälle im Jahr 2019 im Land Brandenburg

Der vorliegende Bericht der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Brandenburg (RIAS Brandenburg) zieht eine vorläufige Bilanz für das Jahr 2019 zum Aufkommen antisemitischer Vorfälle im Land Brandenburg.

Der Bericht als Download (PDF-Dokument, 1,4MB):
Antisemitische Vorfälle 2019 – Ein Bericht der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Brandenburg (RIAS Brandenburg); Fachstelle Antisemitismus Brandenburg, 28.05.2020 (korrigierte Version)

Zusammenfassung der Ergebnisse des Berichts (PDF-Dokument, 1MB): Zusammenfassung – Antisemitische Vorfälle 2019; Fachstelle Antisemitismus Brandenburg, 4. Mai 2020

 

Pressemitteilung

RIAS-Meldestelle zieht erste Bilanz
137 antisemitische Vorfälle in Brandenburg im Jahr 2019

Für das Jahr 2019 erfasste die Recherche und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Brandenburg 137 antisemitische Vorfälle. Mit 23 Fällen fanden die meisten Vorfälle in der Landeshauptstadt Potsdam statt.

Hierzu erklärt Dorina Feldmann, Mitarbeiterin der Fachstelle Antisemitismus und Zuständige für das RIAS-Monitoring:

„Ein Drittel der Vorfälle im Jahr 2019 wurde durch RIAS Brandenburg dokumentiert. Dies veranschaulicht deutlich die Wirkung des Monitorings: Nach einem Jahr konnte das Hellfeld in Brandenburg erheblich ergänzt werden. Viele antisemitische Vorfälle bleiben jedoch weiterhin im Dunkeln“.

Der Leiter der Fachstelle Antisemitismus, Peter Schüler, erklärt dazu:

“Antisemitismus ist und bleibt in Brandenburg ein alltagsprägendes Problem, das belegen die Zahlen des Berichts”.

Elf Vorfälle richteten sich gegen Gedenkorte und Gedenkstätten, sechs gegen Synagogen oder Räumlichkeiten der jüdischen Gemeinden, ein Vorfall gegen einen jüdischen Friedhof – also gegen Orte, an denen jüdische Tradition gelebt oder an vergangenes jüdisches Leben erinnert wird. Über die Hälfte aller Vorfälle wies Bezüge zum Nationalsozialismus auf. Der Direktor des Moses Mendelssohn Zentrums, Julius H. Schoeps warnt:

“Feststellungen, wie in der jüngsten Umfrage der Zeit, wonach die Hälfte der Deutschen einen “Schlussstrich” der Geschichte wünscht, machen deutlich, wie wichtig es ist, allen Formen von Antisemitismus entgegenzutreten”.

RIAS Brandenburg ist ein Projekt der Fachstelle Antisemitismus Brandenburg.
Die Fachstelle Antisemitismus ist in Trägerschaft des Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien der Universität Potsdam und nahm ihre Arbeit zum 1. Mai 2019 auf. Sie wird durch das Handlungskonzept „Tolerantes Brandenburg“ gefördert.

Pressemitteilung als PDF-Download (0,5MB): Pressemitteilung – Antisemitische Vorfälle 2019 im Land Brandenburg; Fachstelle Antisemitismus, 4. Mai 2020

Kontakt für Nachfragen:
Dorina Feldmann
Tel.: 0331 58567912
Email: feldmann@fachstelle-antisemitismus-bb.de

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