Workshop zu Architektur und Gedenkkultur (24.-26.2. 2022) - Call for Papers

Zu einem internationalen Workshop "Umnutzung, Neubau, Rekonstruktion: Debatten um Architektur und Gedenken in der deutsch-jüdischen Geschichte nach 1945" lädt das Moses Mendelssohn Zentrum für den 24. bis 26. Februar 2022 nach Potsdam ein. Veranstalterinnen sind Alexandra Klei (Berlin), Karen Körber (Institut für die Geschichte der deutschen Juden, Hamburg) und Miriam Rürup (Potsdam).

Mit dem jüngsten Wunsch nach einer originalgetreuen Rekonstruktion von Synagogen in Hamburg, Berlin und Frankfurt zeichnet sich eine Veränderung etablierter Gedenkmuster in Deutschland ab: Bisher galt der Wiederaufbau von den in der NS-Zeit zerstörten Synagogen als undenkbar, weil der Bruch in der Geschichte der Gemeinden sichtbar bleiben sollte.Ausgangspunkt für den Workshop sind die Bestrebungen um die Rekonstruktion von Synagogen in Deutschland mit denen nicht nur neue Bedeutungszuschreibungen virulent werden, sondern sich auch ein verändertes Verständnis vom Umgang mit der Geschichte des Holocaust und des Nationalsozialismus artikuliert. Es wird angestrebt, diese Entwicklungen in die deutsch-jüdische Geschichte seit 1945 ebenso einzuordnen wie in die Geschichtspolitik architektonischer Rekonstruktion in Deutschland seit den 1990er Jahren. Einen ausführlichen Call for Papers finden Sie hier.

Die Veranstalterinnen bitten um Abstracts mit Vorschlägen für einen Beitrag auf Deutsch oder Englisch inklusive Titel und kurzen biographischen Angaben (insgesamt maximal zwei Seiten) an: tagung-synagogen@uni-potsdam.de bis zum 31. Juli 2021.

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