Hugo Simon: Vom roten Bankier zum grünen Exilanten

Der Bankier und Mäzen Hugo Simon (1880–1950), heute fast vergessen, war eine der Schlüsselfiguren des Berliner Lebens der Zwischenkriegszeit. Die Vielfalt seiner kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Interessen und des damit verbundenen Engagements ließen Hugo Simon zum Mittelpunkt eines einzigartigen Netzwerks werden. Deutlich wird das u.a. an seinen beiden Häusern, der (im Krieg zerstörten) Villa in Berlin-Tiergarten und dem Gut in Seelow im Oderbruch: Beide waren nicht nur private Refugien, sondern soziale Treffpunkte, die Menschen zusammenbrachten; Ausstellungs-flächen, die moderner und ‚klassischer‘ Kunst Raum boten; Experimentierfelder für innovative landwirtschaftliche Methoden (Seelow); Bühnen für ‚halböffentliche‘ Kulturveranstaltungen und (politische) Diskussionsforen. Diesen Spuren nachzugehen und Hugo Simons Leben und Wirken wieder sichtbar zu machen, ist das Anliegen der Ausstellung. Weitere Informationen können Sie dem Flyer entnehmen.

 

Brasilianische Botschaft Berlin, 8. November bis 15. Dezember 2018

Kurator*innen: Rafael Cardoso & Anna-Dorothea Ludewig

Gestaltung: Julia Volkmar  

Gefördert durch die Hermann Reemtsma Stiftung (Hamburg)

 

Parallel zur Ausstellung erscheint der von den Kurator*innen herausgegebene Band „Hugo Simon in Berlin. Handlungsorte und Denkräume“ im Verlag Hentrich & Hentrich.

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