Ich warf eine einsame Flaschenpost ins unermessliche Eismeer der Geschichte. Theodor Lessing (1872-1933)

Zu Ehren Theodor Lessings 75. Todestag

75 Jahre nach seiner Ermordung am 31. August 1933 wird in Theodor Lessings Heimatstadt Hannover eine Ausstellung präsentiert, die sich fachübergreifend mit dem Leben und Werk des Philosophen und Publizisten auseinandersetzt. Die Stiftung Niedersachsen förderte das Projekt großzügig, das vom Institut für politische Wissenschaft der Leibniz-Universität Hannover, der Volkshochschule Hannover und dem Moses Mendelssohn Zentrum Potsdam initiiert wurde.

 

Die Ausstellung wurde von Studierenden der Leibniz-Universität Hannover und der Universität Potsdam in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Hannover und dem Historischen Museum Hannover erarbeitet und tourt seit August 2008 durch Deutschland.

Ein engagiertes Team von 24 Studierenden aus den Bereichen Geschichte, Jüdische Studien, Religionswissenschaft, Germanistik, Philosophie und den Erziehungs- und Sozialwissenschaften gestaltete die Ausstellung, die sich aus 12 thematischen Stationen zum Leben und Werk von Theodor Lessing zusammensetzt. Ergänzt wird sie durch einen begehbaren Abschnitt, der das Arbeitszimmer nachstellt, in dem Lessing seine letzten Stunden verbrachte und worin er durch einen Schuss durch das geschlossene Fenster von außen lebensgefährlich verletzt wurde. Diese Installation will an den perfiden Mord erinnern – dem ersten Auftragsmord, der an einem Regimekritiker außerhalb der Grenzen Deutschlands verübt wurde – und dem Betrachter das Geschehene, aber auch das Werk Lessings näher bringen, das durch einen Schreibtisch mit zahlreichen Unterlagen aus dem Nachlass Lessing (Manuskriptseiten, Briefe, Fotografien etc.) dargestellt wird und einlädt zum Stöbern in den Unterlagen.

Ort: Leibniz Universität Hannover

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