Alphons Silbermann-Nachlaß

 

Alphons Silbermann (1909-2000) studierte Jura, Musikwissenschaften und Soziologie in Köln, Freiburg und Grenoble. 1933 floh Silbermann vor den Nationalsozialisten in die Niederlande, von wo er 1938 über Paris nach Australien emigrierte und dort Silvers’s Food Bar“, die erste Fastfood-Kette Australiens, gründete, die er zusammen mit seinen Eltern sehr erfolgreich führte.

Anfang 1952 führten ihn Wiedergutmachungsangelegenheiten erstmals wieder nach Köln, in den Folgejahre nahm Silbermann verschiedene Lehrtätigkeiten u.a. in Paris, Köln und Lausanne wahr. 1970 erfolgte die erneute Rückkehr nach Köln, wo Silbermann auf eine ordentliche Professur für Massenkommunikation und Kunstsoziologie berufen wurde.  Zusammen mit René König war er Herausgeber und Redakteur der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie und gründete das Institut für Massenkommunikation.

Alphons Silbermann hinterließ dem Moses Mendelssohn Zentrum seinen schriftlichen Nachlass sowie seine Arbeitsbibliothek. Der ca. 2500 Bände umfassende Buchbestand, der im Jahr 2000 nach Potsdam kam, gliedert sich in die drei Bereiche Soziologie (vorwiegend Literatursoziologie), Kommunikationswissenschaften und Judaica.

Veranstaltung zum 100. Geburtstag von Alphons Silbermann; Bericht aus Tribüne 4/2009