Zwiegespräch zum Thema „Angst und Antisemitismus im Deutschen Heer – die Judenzählung von 1916“ am 2. Oktober 2014 im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Potsdamer Gespräche“ des Forums Neuer Markt diskutieren Professor Julius H. Schoeps (MMZ Potsdam) und Professor Thomas Brechenmacher (Universität Potsdam/Historisches Institut) am Donnerstag, 2. Oktober 2014, 18.00 Uhr, das Thema „Angst und Antisemitismus im Deutschen Heer – die Judenzählung von 1916“. Veranstaltungsort ist der Konferenzsaal im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG), Potsdam, Am Neuen Markt 9.

Zum Hintergrund: Mehrheitlich teilte die jüdische Bevölkerung den euphorischen Patriotismus des Deutschen Kaiserreiches am Vorabend des Ersten Weltkrieges 1914. Viele jüdische Männer verstanden einen besonders tapferen Einsatz im Heer als Chance für eine beschleunigte Integration. Doch die im Oktober 1916 vom Kriegsministerium angeordnete statistische Erhebung über die "Dienstverhältnisse aller deutschen Juden" schockierte die Betroffenen und belegte zugleich das bis in höchste Kreise der Politik und des Militärs reichende Misstrauen gegen die jüdische Minderheit. Für manche Historiker war die so genannte Judenzählung bereits ein markanter Schritt zur fortgesetzten Ausgrenzung der deutschen Juden lange vor 1933.

Weitere Informationen: http://www.hbpg.de/Kalender.html

Ort: Konferenzsaal im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG),Potsdam, Am Neuen Markt 9

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