Synagogen in Brandenburg - Auf Spurensuche. Eine Ausstellung

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In den heutigen Grenzen Brandenburgs gab es bis in die 1930er-Jahre in zahlreichen Städten und Gemeinden Synagogen, die von einstigem jüdischen Lebens zeugen. Eine Ausstellung, die zunächst im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam präsentiert wurde, wandert nun durch das Bundesland.

Fand der Gottesdienst seit dem Mittelalter meinst in privaten Betstuben statt, dokumentierten seit Mitte des 19. Jahrhunderts stattliche Synagogenbauten die zunehmende Akzeptanz der jüdischen Minorität in der christlichen Mehrheitsgesellschaft. Ein Großteil der jüdischen Gotteshäuser wurde während des Novemberpogroms 1938 in Brand gesteckt oder, sofern sie unmittelbarer an Nachbarhäuser grenzten, derart zerstört, dass sie ihrer Funktion als Versammlungs-, Lern-und Gebetsstätte beraubt waren. Dies war seit 1933 ein weiterer Schritt zur systematischen Verfemung und Vertreibung der Juden und der Zerstörung von Zeugnissen jüdischer Kultur und Religion – nicht allein in Brandenburg. Nach der Teilung Deutschlands tat die politische Führung der DDR ein Übriges, die ehemaligen Stätten jüdischen Gemeindelebens der Vergessenheit anheim zu geben und damit einer kollektiven Erinnerung zu entziehen. Nur langsam und längst nicht an allen Orten wurde des einstigen jüdischen Lebens erinnert. Bis heute sind in manchen Orten jene Spuren fast vollständig verwischt, an anderen hingegen wieder – dank engagierter Bürger – sichtbar gemacht.
Mit Hilfe regionaler Archive und Museen aber auch Brandenburger Bürger konnte eine Reihe von authentischen Exponaten zusammengetragen werden, die Zeugnis geben von der jahrhundertelangen jüdischen Präsenz zwischen Prignitz und Oderbruch, Uckermark und der Lausitz.

Das Ausstellungsteam, das aus Potsdamer Studierenden der Geschichte, der Jüdischen Studien und angehenden Lehrerinnen und Lehrern besteht, möchte die Besucherinnen und Besucher dieser Ausstellung einladen, sich gemeinsam auf Spurensuche zu begeben und mehr über Traditionen und Rituale jüdischen Gemeindelebens – und der Synagoge als Ort der Versammlung, der Lehre, des Lernens und des Gebetes – zu erfahren.

Synagogen in Brandenburg – Auf Spurensuche. Eine Gemeinschaftsausstellung vom Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) und MMZ,

aktueller Ausstellungsort: VHS / Haus der Bildung und Technologie, Berliner Straße 52e, 16303 Schwed

Postkarte mit der ehemaligen Synagoge in Eberswalde
Postkarte mit der ehemaligen Synagoge in Eberswalde

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