Kriegsbegeisterung und Ernüchterung

Vortrag von Julius H. Schoeps

 

Tausende jüdischer Männer meldeten sich 1914 voller patriotischer Begeisterung zum Kriegsdienst. Doch nicht nur das Grauen des Krieges führte bald zur bitteren Ernüchterung, sondern auch die antisemitische Haltung von Seiten des Offizierscorps. Besonders einschneidend war die 1916 von der Heeresleitung initiierte „Judenzählung“, deren Ergebnisse allerdings nicht während des Krieges veröffentlicht wurden. Trotz Eiserner Kreuze, unzähliger Kriegsverletzter und 12 000 gefallener Soldaten sahen sich jüdische Deutsche nach dem Krieg gezwungen, hohle Parolen und Verleumdungen abzuwehren.

Prof. Dr. Julius H. Schoeps untersucht in seinem Vortrag den Einsatz und die Haltung der deutschen Juden während des Krieges sowie die gesellschaftlichen Folgen, die aus Antisemitismus und Separierung erwuchsen – bis weit über das Kriegsende hinaus.

 

Zur weiteren Information hier.

Beginn: 18 Uhr

Ort: Rathaus Schöneberg, Goldener Saal

Zurück