"Tolerante Studenten in der Stadt der Toleranz"

PNN, 3.01.2015

Als die Universität Potsdam Anfang Oktober das 20-jährige Bestehen der Jüdischen Studien feierte, wurde der Festakt durch eine antijüdische Schmähung überschattet. „Juden??? Ich dachte die haben wir ausgerottet“ hatte jemand groß auf ein Plakat zu der Veranstaltung geschrieben. Und Forscher des Moses Mendelssohn Zentrums (MMZ) warnten vor wachsendem Antisemitismus in Europa – und dass antisemitische Einstellungen auch bei Menschen mit Studienabschluss durchaus weit verbreitet seien. „Der Vorstellung, dass die Universität, nur weil dort gebildete Leute sind, ein Raum ohne Antisemitismus ist, kann man nicht folgen“, sagte Gideon Botsch vom MMZ. Doch nun zeichnet eine Studie des MMZ ein ganz anderes, positives Bild, zumindest für die Universität Potsdam: Demnach haben die Studenten dort entgegen den aktuellen Trends nur wenige Vorurteile gegenüber anderen Religionen und Kulturen. Und sie zeigen sich nur in relativ geringem Maß anfällig für antisemitische und antimuslimische Vorurteile.

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»Tolerant, nur nicht bei Israel«

Jüdische Allgemeine, 09.01.2015

Pia Lamberty über die Studie zur multikulturellen Offenheit unter Studenten

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"Das ist ein echtes Hoffnungszeichen"

PNN, 14.01. 2015

Dr. Olaf Glöckner über die Ergebnisse der MMZ-Vorurteilsumfrage

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