Satzung der
Gesellschaft für Geistesgeschichte

Name, Sitz und Zweck der Gesellschaft

§ 1

Die Gesellschaft für Geistesgeschichte mit Sitz in Potsdam verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts »Steuerbegünstigte Zwecke« der Abgabenordnung.

Zweck des Vereins ist die Forschung, die Förderung von Forschung und die Vermittlung von Forschung – auch im Sinne von Erwachsenenbildung auf allen Gebieten der Geistesgeschichte, die sich interdisziplinär mit Fragen der Geistes-, Kultur-, Sozial- und Politischen Wissenschaften beschäftigt.

Der Verein führt zu diesem Zweck u.a. wissenschaftliche Veranstaltungen, Tagungen, Seminare durch und betreut Forschungsvorhaben. Er fördert Publikationen zu Themen der Geistesgeschichte. Der Verein kann außerdem Aus- und Fortbildungsveranstaltungen durchführen.

§ 2

Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

§ 3

Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

§ 4

Desweiteren darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

Mitgliedschaft und Beiträge

§ 5

Als Mitglieder können alle natürlichen und juristischen Personen, sowie nicht rechtsfähige Vereine aufgenommen werden, die die Geistesgeschichte als Wissenschaft fördern wollen. Nach schriftlicher Antragstellung entscheidet der Vorstand über die Aufnahme.

§ 6

Über Mitgliedsbeiträge und evtl. Sonderumlagen beschließt die Mitgliederversammlung. Über Ausnahmen, insbesondere für Studenten, bestimmt der Vorstand.

§ 7

Jedes Mitglied ist berechtigt, der Mitgliederversammlung beizuwohnen. Alle Mitglieder besitzen gleiches Stimmrecht. Die Mitgliederversammlung fällt in der Regel mit der Jahresversammlung zusammen. Die Mitglieder sind zum Austritt aus der Gesellschaft nur zum Schluss des Geschäftsjahres (Kalenderjahr) berechtigt.

Verwaltung der Gesellschaft

§ 8

Die Organe der Gesellschaft sind:

  1. der Vorstand
  2. die Mitgliederversammlung.

§ 9

Der Vorstand besteht aus dem 1. Vorsitzenden, der Professor an einer wissenschaftlichen Hochschule sein oder eine entsprechende ausländische Position haben muss, und mindestens vier, höchstens sechs von der Mitgliederversammlung gewählten Mitvorständen.

Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung mit absoluter Mehrheit der erschienenen Mitglieder auf 2 Jahre bestellt. Wiederwahl ist zulässig. Kommt eine Wahl nicht zustande, so führt der bisherige Vorstand die Geschäfte weiter. Ein Mitglied ist dann in den Vorstand gewählt, wenn es die absolute Mehrheit der Stimmen der erschienenen Mitglieder erhält. Es ist möglich, auch solche Mitglieder zu Vorstandsmitgliedern zu wählen, die bei der betreffenden Mitgliederversammlung nicht anwesend sind, sofern sie sich vorher schriftlich zur Kandidatur bereit erklärt haben.

Der 1. Vorsitzende vertritt die Gesellschaft gerichtlich und außergerichtlich, beruft ein und leitet die Veranstaltungen und Versammlungen und hat die laufende Geschäftsführung zu besorgen. In allen wichtigen Angelegenheiten soll er die Mitvorstände zu Rate ziehen und deren Wünschen und Vorschlägen Rechnung tragen; das kann auch im schriftlichen Umlaufverfahren geschehen.

Der Vorstand kann einen Geschäftsführer berufen, der für die Gesellschaft vertretungsberechtigt ist.

§ 10

Eine Mitgliederversammlung soll jährlich einmal stattfinden (§ 7). Sie wird durch den Vorstand mittels Rundschreiben einberufen, das allen Mitgliedern vier Wochen vor dem Termin die Tagesordnung bekanntgibt.

§ 11

Die Mitgliederversammlung beschäftigt sich mit:

  1. Entgegennahme des Geschäftsberichtes über das abgelaufene Geschäftsjahr
  2. Genehmigung der Jahresrechnung und Erteilung der Entlastung 
  3. Wahl des 1. Vorsitzenden und der Mitvorstände der Gesellschaft 
  4. Behandlung von Berichten und Beschlussfassung in Angelegenheiten der Gesellschaft
  5. Berufung von Ehrenmitgliedern

Vereinsvermögen, Satzungsänderungen, Auflösung

§ 12

Etwaige Gewinne dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln der Gesellschaft. Sie erhalten bei ihrem Ausscheiden oder bei Auflösung oder Aufhebung der Gesellschaft nicht mehr als ihre eingezahlten Kapitalanteile und den gemeinen Wert ihrer geleisteten Sacheinlagen zurück.

§ 13

Satzungsänderungen sowie die Auflösung der Gesellschaft bedürfen in der Mitgliederversammlung der Drei-Viertel-Mehrheit der erschienenen Mitglieder.

§ 14

Bei Auflösung oder Aufhebung der Gesellschaft oder bei Wegfall ihres bisherigen Zweckes fällt das Vermögen der Gesellschaft an das Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien e.V. zur Pflege des dort gesammelten Nachlasses von Prof. Dr. Hans-Joachim Schoeps. Vor der Verteilung ist die Genehmigung des Finanzamtes einzuholen.

 

Potsdam, den 29. 10. 1999
Durch Eintrag ins Vereinsregister bestätigt am 23. 11. 1999