Politik des Hasses.
Antisemitismus und radikale Rechte in Europa

Gideon Botsch, Christoph Kopke, Lars Rensmann, Julius H. Schoeps (Hg.)
Politik des Hasses. Antisemitismus und radikale Rechte in Europa
Hildesheim u.a. Georg Olms Verlag 2010
Reihe: HASKALA - WISSENSCHAFTLICHE ABHANDLUNGEN Band 44
348 S. mit 4 Abb, Gebunden
ISBN: 978-3-487-14438-2

„Der Hass ... war der einzige Inhalt ihrer Bewegung“ (Heinrich Mann, 1933).

Die rechtsradikalen Bewegungen in der deutschen und europäischen Geschichte
kreisen um das Thema des Hasses - sie mobilisieren ihn nicht nur, um damit
andere politische Inhalte zum Ausdruck zu bringen, sondern wollen ihren Hass
unmittelbar in Politik übersetzen. Antisemitismus ist der gemeinsame Nenner,
über den sich die verschiedenen Hassobjekte der radikalen Rechten brechen
lassen. Ohne Einsicht in deren antisemitische Grundierung lässt sich
Rechtsextremismusforschung nicht sinnvoll betreiben. Die im vorliegenden
Band vereinigten 22 Studien beleuchten das Thema aus unterschiedlichen
Perspektiven. Dabei werden Fächergrenzen bewusst überwunden, strenge
epochale oder nationale Abgrenzungen überschritten, das interdisziplinäre
Gespräch gesucht.

Gegliedert ist der Band in vier Abschnitte:
Judenfeindschaft - Traditionen, Motive, jüdische Reaktionen.
Nationalsozialismus und Judenfeindschaft.
Antisemitismus und Rechtsextremismus seit 1945.
Internationale Dimensionen von Rechtsextremismus und Antisemitismus.

Mit Beiträgen von Hannah Ahlheim, Hans Berkessel, Christoph Busch, Hansjörg
Buss, Ulrike Ehret, Alexander Friedmann, Malte Gebert, Timo-Christian Heger,
Sascha Howind, Thomas Irmer, Olaf Kistenmacher, Hannes Ludyga, Magdalena
Marsovszky, Michael Mayer, Christian Mentel, Samuel Salzborn, Matthias
Schwerendt, Bernd Sommer, Julia Stegmann, Matthias Thorns, Andreas Umland,
Felix Wiedemann und einem Vorwort der Herausgeber.

Die Beiträge basieren auf einem Forschungscolloquium, dass die Herausgeber
über drei Semester in den Jahren 2006-2008 an der Universität veranstaltet
haben.

Rezension von Armin Pfahl-Traughber, Humanistischer Pressedienst

 

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