Valeska Gert. Ein bewegtes Leben in Tanz, Film und Kabarett

„Ich will leben, auch wenn ich tot bin“ bemerkte Valeska Gert in ihren Lebenserinnerungen „Ich bin eine Hexe“. Dieses Zitat steht als Motto einer Ausstellung über das Leben und Werk von Valeska Gert (1892-1978), die das Moses Mendelssohn Zentrum (MMZ) in Kooperation mit dem Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) und dem Filmmuseum Potsdam, gefördert durch Kulturland Brandenburg, entwickelt hat.

Valeska Gert (1892-1978) zählt neben Mary Wigman zu den wichtigsten Vertreterinnen des avant-gardistischen Tanzes in den 1920er-Jahren. Darüber hinaus war sie ein gefragter Stummfilmstar und später auch Darstellerin unter der Regie von Filmgrößen wie Federico Fellini, Rainer Werner Fassbinder und Volker Schlöndorff.

Ihre gelebte Verbindung von Tanz, Schauspiel, Gesang und Kostüm beeinflusste nicht allein unzählige ihrer Zeitgenossen, sondern lebt auch nach ihrem Tod fort. Eine Ausstellung, die im MMZ entstand, zeigt die Strahlkraft von Valeska Gert in Fotografien von u.a. Suse Byk, Lotte Jacobi, Willy Maywald, Ulrike Ottinger und Herbert Tobias sowie in Collagen, Grafiken, Porträts und Skulpturen von Clemens Bautz-Zukanovic, Charlotte Berend, Christian Hinrich Claussen, László Moholy-Nagy, Wolfgang Müller, Birgit Rautenberg-Sturm und anderen sowie in Schrift- und zum Teil erstmals hörbaren Tondokumenten.

Valeska Gert von Christian H. Clausen

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