Toleranz fördern - Gemeinwesen stärken - Bilanz und Perspektiven der Bundesprogramme gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus

Fachkonferenz am 17. und 18. März 2010 in Potsdam

Mit den Bundesprogrammen „VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt,
Toleranz und Demokratie“ und „kompetent. für Demokratie – Beratungsnetzwerke
gegen Rechtsextremismus“ hat die Bundesregierung 2007
zwei auf Dauer angelegte Förderprogramme im Kampf gegen Rechtsextremismus,
Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus aufgelegt.
Während „VIELFALT TUT GUT“ präventiv angelegt ist, setzt „kompetent.
für Demokratie“ stattdessen auf Intervention. Beide ergänzen sich
inhaltlich und lösen Verstärkungseffekte aus. Für das Land Brandenburg
kann außerdem festgehalten werden, dass sich die Intentionen des
Handlungskonzepts „Tolerantes Brandenburg“ mit den Förderabsichten
des Bundes in hervorragender Weise ergänzen.
Die Bundesprogramme „VIELFALT TUT GUT“ und „kompetent. für Demokratie“
haben sich in der Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus
insgesamt bewährt. Die Erfahrungen aus über zwei Jahren
haben aber auch gezeigt, dass weitere Anstrengungen notwendig sind,
um dauerhaft und wirksam rechtsextremistischen Kräften begegnen zu
können.

Auf der zweitägigen Konferenz wollen wir die Wirkung der Programme
in der Praxis genauer in den Blick nehmen und über die weiteren Perspektiven
und Entwicklungsmöglichkeiten diskutieren: Wie funktionieren
die Bundes- und Landesprogramme in der Praxis? Welche nachhaltigen
Wirkungen lassen sich ausmachen? Welche Probleme haben sich ergeben?
Welche Korrekturen oder Modifikationen sind nötig?

 

17. März 2010

09:30 Anreise, Kaffee

10:00 Eröffnung
Prof. Dr. Julius H. Schoeps (Moses Mendelssohn Zentrum Potsdam)

10:15 Grußwort
Johannes-Wilhelm Rörig
(Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend)

10:30 Das Bundesprogramm „kompetent. für Demokratie –
Beratungsnetzwerke gegen Rechtsextremismus“ in der Praxis –
Ein Überblick
Ute Seckendorf (Zentralstelle „kompetent. für Demokratie“)

11:15 Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung
Dr. Ursula Bischoff (Deutsches Jugendinstitut)

12:00 Grußwort
Burkhard Jungkamp (Koordinator des Handlungskonzepts
„Tolerantes Brandenburg“ der Landesregierung und
Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Jugend und Sport
Brandenburg)

12:15 Mittagspause

13:15 Menschenfeindlichkeit verstehen und bekämpfen –
geht das überhaupt?
Prof. Dr. Andreas Zick (Universität Bielefeld)

14:00 Das Beratungsnetzwerk des Landes Brandenburg –
Ein Überblick
Angelika Thiel-Vigh (Koordinierungsstelle
„Tolerantes Brandenburg“)

14:45 Diskussionsrunde:
Das Beratungsnetzwerk des Landes Brandenburg –
Ergebnisse, Erfahrungen, Einschätzungen
mit
· Alfred Roos (RAA Brandenburg)
· Dirk Wilking (demos – Brandenburgisches Institut für
Gemeinwesenberatung)
· Dominique John (Opferperspektive e.V.)
· Niels Haberlandt (Brandenburgische Sportjugend im
Landessportbund Brandenburg e.V.)
· Moderation: Dr. Gideon Botsch (Moses Mendelssohn Zentrum)

 

18. März 2010

09:30 Anreise, Kaffee

10:00 Das Bundesprogramm „VIELFALT TUT GUT. Jugend
für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“ und seine Umsetzung –
Ein Überblick
Andrea Keppke (Regiestelle „VIELFALT TUT GUT“)
Umsetzung der Lokalen Aktionspläne im Land Brandenburg
Martin Gerlach (Regiestelle „VIELFALT TUT GUT“)
Umsetzung der Modellprojekte im Land Brandenburg
Kristina Rahe (Regiestelle „VIELFALT TUT GUT“)

11:00 Qualitative Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung
Sabine Behn (camino – Werkstatt für
Fortbildung, Praxisbegleitung und Forschung im sozialen
Bereich gGmbH)
Dr. Albrecht Lüter (ISS Frankfurt/Main)

11:45 Mittagspause

12:30 Der LAP „Ein starkes und vielfältiges Märkisch-Oderland“
Steffen Adam (Kreis-, Kinder- und Jugendring Märkisch-
Oderland e.V.)

13:15 Das Modellprojekt „Jungenarbeit und Gewaltprävention“
Eike Schwarz (MANNE e.V.)

14:00 Überblick und Umsetzung der Lokalen Aktionspläne
Stefan Zaborowski (Stiftung Sozialpädagogisches Institut
Berlin – Walter May, Niederlassung Brandenburg)

14:45 Kaffeepause

15:15 Diskussionsrunde:
Wie weiter mit den Bundesprogrammen?
mit
· Dr. Michael Kohlstruck (Technische Universität Berlin,
Zentrum für Antisemitismusforschung, Arbeitsstelle
Jugendgewalt und Rechtsextremismus)
· Angelika Thiel-Vigh (Koordinierungsstelle
„Tolerantes Brandenburg“)
· Pascal Begrich (Miteinander e.V., Magdeburg)
· Dr. Reiner Becker (Beratungsnetzwerke Hessen)
· Dr. Marc Coester (Niedersächsische Landeskoordinierungsstelle
beim Landespräventionsrat Niedersachsen)
· Moderation: Dr. des. Christoph Kopke
(Moses Mendelssohn Zentrum)

16:15 voraussichtliches Ende der Veranstaltung

 

Die Teilnahme ist kostenlos.
Mittagessen kann auf eigene Rechnung in der Kantine auf der
Liegenschaft eingenommen werden.

Veranstaltungsort:

Staatskanzlei, Brandenburgsaal (Haus 12),
Heinrich-Mann-Allee 107, 14473 Potsdam
Parkmöglichkeiten nicht vorhanden!

Anmeldungen

bis zum 10.03.2010 an:
Moses Mendelssohn Zentrum
z.Hd. Christoph Kopke
Am Neuen Markt 8, 14467 Potsdam
Fax: 0331-28094-50
E-Mail: kopke@uni-potsdam.de

 

Veranstalter:

Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien,
Universität Potsdam, gefördert durch die Koordinierungsstelle
„Tolerantes Brandenburg“ der Landesregierung Brandenburg

Programm-Flyer

Koordinierungsstelle "Tolerantes Brandenburg" der Landesregierung

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