Stephan Grigat lehrt Israel Studies

Politikwissenschaftler Stephan Grigat

Neuer Gastprofessor für Israel Studies am MMZ: Stephan Grigat

Der Politikwissenschaftler Stephan Grigat hat für ein volles Jahr die Gastprofessur Israel Studies am Moses Mendelssohn Zentrum übernommen.  Die Gastprofessur steht im Verbund mit dem Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg (ZJS). Stephan Grigat wird sowohl im Sommersemester 2016 also auch im Wintersemester 2016/2017 Seminare an der Universität Potsdam anbieten.

Stephan Grigat hat an der Freien Universität Berlin promoviert, war Forschungsstipendiat in Tel-Aviv und zuletzt Gastprofessor für kritische Gesellschaftstheorie an der Justus-Liebig-Universität Gießen. In den letzten Jahren war er Lehrbeauftragter am Institut für Judaistik, am Institut für Politikwissenschaft und am Institut für Philosophie der Universität Wien sowie am Centrum für Jüdische Studien der Universität Graz.

Seine Arbeits-Schwerpunkte sind: Antisemitismuskritik, Nahostkonflikt, Iran, Kritische Gesellschaftstheorie und die Geschichte linker Bewegungen

Im Sommersemester 2016 bietet Stephan Grigat am MMZ ein Proseminar zum Thema „Israel im neuen Nahen Osten. Zionismus nach dem arabischen ‚Frühling’ und in Konfrontation mit dem iranischen Regime“ an (mittwochs 10-12 Uhr).

Kontakt:

sgrigat@uni-potsdam.de

stephan.grigat@univie.ac.at

 Tel.: +49 1522 672 1789

 

Autor von:

Die Einsamkeit Israels. Zionismus, die israelische Linke und die iranische Bedrohung. Hamburg: Konkret 2014

Fetisch & Freiheit. Über die Rezeption der Marxschen Fetischkritik, die Emanzipation von Staat und Kapital und die Kritik des Antisemitismus. Freiburg: ça ira 2007

 

Herausgeber von:

Postnazismus revisited. Das Nachleben des Nationalsozialismus im 21. Jahrhundert. Freiburg: ça ira 2012

Iran im Weltsystem. Bündnisse des Regimes und Perspektiven der Freiheitsbewegung. (gemeinsam mit Simone Dinah Hartmann) Innsbruck/Wien/Bozen: Studienverlag 2010

Der Iran – Analyse einer islamischen Diktatur und ihrer europäischen Förderer. (gemeinsam mit Simone Dinah Hartmann) Innsbruck/Wien/Bozen: Studienverlag 2008

Spektakel – Kunst – Gesellschaft. Guy Debord und die Situationistische Internationale. (gemeinsam mit Günther Friesinger und Johannes Grenzfurthner) Berlin: Verbrecher 2006

Feindaufklärung und Reeducation. Kritische Theorie gegen Postnazismus und Islamismus. Freiburg: ça ira 2006

 


Aufsätze aus letzter Zeit:

 

Antisemitismus als ein Kernproblem für den Nahostkonflikt. In: Mirko Niehoff (Hg.): Nahostkonflikt kontrovers. Perspektiven für die politische Bildung Schwalbach a.T.: Wochenschau 2016 (im Erscheinen)

The Antisemitism of the Ayatollahs. Holocaust denial and hatred of Israel in Khamenei’s and Rouhani’s Iran. In: Journal for the Study of Antisemitism, Vol. 5, #2, Special issue “Contemporary Antisemitism in the Shadow of the Holocaust”, ed. by Karin Stoegner, Nico Bechter, Lesley Klaff & Philip Spencer, 2016 (im Erscheinen)

Kritik des Antisemitismus als Gesellschaftskritik. Judenfeindschaft, antikapitalistische Ressentiments und Israelhass. In: Charlotte Busch/Martin Gehrlein/Tom David Uhlig/ (Hg.): Schiefheilungen. Zeitgenössische Betrachtungen über Antisemitismus. Wiesbaden: VS Springer 2016

Delegitimizing Israel in Germany and Austria: Past Politics, the Iranian Threat, and Postnational Anti-Zionism. In: Alvin H. Rosenfeld (ed.): Deciphering the New Antisemitism. Bloomington: Indiana University Press 2015

Der Mufti und die Stalinisten. Die Kommunistische Partei in Israel und der Zionismus. In: Zwischenwelt. Zeitschrift für Kultur des Exils und des Widerstands, 32. Jg., Nr. 1, 2015

Fundamentale Wertkritik versus Ideologiekritik. Was folgt aus dem Marxschen Fetischbegriff  für die Kritik der kapitalverwertenden Gesellschaft und des Antisemitismus. In: Falko Schmieder/Christine Blättler (Hg.): Wiederkehr der Dinge. Zur Aktualität des Fetischbegriffs. Wien/Berlin: Turia & Kant, 2014, S. 111-131

Magyarische Mobilisierung. Völkische und autoritäre Krisenbewältigung in Ungarn. In: sans phrase. Zeitschrift für Ideologiekritik, 2. Jg., Heft 2, Frühjahr 2013, S. 231-242

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