Holocaust-Gedenktag in Potsdam mit Dotschy Reinhardt

Am 27. Januar 2009 veranstaltet die Landeshauptstadt Potsdam in Verbindung mit der Potsdamer Bibliotheksgesellschaft e. V. und der Wilhelm-Fraenger-Gesellschaft e. V. aus Anlass des "Holocaust-Gedenktags" eine Lesung mit der Musikerin und Autorin Dotschy Reinhardt. Die Veranstaltung wird eingeleitet und moderiert von Gideon Botsch, wissenschaftlicher Mitarbeiter des MMZ im Forschungsschwerpunkt Antisemitismus- und Rechtsextremismusforschung.

Dotschy Reinhardt, geboren 1975, lebt und arbeitet als Jazzmusikerin in Berlin. Kürzlich erschien im Scherz Verlag ihr Buch "Gypsy", in dem sie die Geschichte der Familie Reinhardt, einer bekannten Musikerfamilie aus dem Volk der Sinti, erzählt. Wie die meisten deutschen Sinti waren auch die Grosseltern von Dotschy Reinhardt von der nationalsozialistischen "Zigeuner"-Verfolgung betroffen. Hartnäckig fortlebende Anfeindungen, subtile Diskriminierung und verzerrende Vorurteile sind auch Dotschy Reinhardt seit ihrer Kindheit in Südwestdeutschland bekannt. Heute gilt sie als eine der hoffnungsvollsten jüngeren Jazzmusikerinnen Deutschlands. In ihren Alben "Sprinkeld Eyes" und "Suni" greift sie Motive klassischer Sintimusik auf und singt u. a. in ihrer Muttersprache.

Ort: Stadt- und Landesbibliothek Potsdam, Am Kanal 47, 14467 Potsdam
Zeit: 27.1.2009, 19.00

Veranstaltungshinweis

http://www.bibliothek.potsdam.de/

Gideon Botsch

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