Buchpräsentation „Aufbruch in die Moderne. Sammler, Mäzene und Kunsthändler in Berlin 1880–1933"

Der Aufbruch der Berliner Kunstwelt in die Moderne ist ohne das Engagement privater Kunstsammler, Mäzene und Kunsthändler, die avantgardistische Kunst und Künstler förderten, undenkbar. Obgleich die offizielle Kunst- und Ausstellungspolitik lange vom Akademismus des Berliner Salons und den persönlichen Vorlieben Kaiser Wilhelms II. geprägt blieben, gelang es einem kleinen Kreis von Kunstliebhabern, darunter viele jüdischer Herkunft, moderne Stilrichtungen im privaten und öffentlichen Raum zu etablieren. Es entstand so eine reiche Sammlungslandschaft, die maßgeblich zur Blüte der Hauptstadt Berlin als einem künstlerischen Zentrum der Moderne beitrug.

In 14 Aufsätzen skizzieren die Autorinnen und Autoren das Wirken verschiedener Wegbereiter der Moderne. Durch eine Vielzahl von Persönlichkeiten – die von populären Größen wie Max Liebermann, Alfred Flechtheim und der Familie Mendelssohn bis hin zu unbekannteren Protagonisten wie Jakob Goldschmidt, Margarete Oppenheim und Margarete Mauthner reicht – entsteht das kaleidoskopartige Bild einer glänzenden Epoche der Berliner Kunstwelt. Auf diese Weise erinnert der Band dieser besonders an jene Ära, die 1933 durch den Nationalsozialismus zerstört wurde.

 

Aufbruch in die Moderne. Sammler, Mäzene und Kunsthändler in Berlin 1880–1933, hrsg. von Julius H. Schoeps, Anna-Dorothea Ludewig, Ines Sonder, Dumont Verlag 2012.
ISBN 978-3-8321-9428-4

 

Die Buchpräsentation findet am 24. April 2012 in der Mendelssohn-Remise, Berlin, Jägerstraße 51, um 18 Uhr statt.

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