Lessing-Ausstellung weiter auf Reisen
Lessing in Marienbad
Bearbeitung:
Elke-Vera KotowskiDie Wanderausstellung über den deutsch-jüdischen Philosophen und Hannoveraner Volkshochschulgründer Theodor Lessing (1872-1933) wird ab 15. September in der Volkshochschule Lich gezeigt.
In der Ausstellung, die unter Leitung von Dr. Elke-Vera Kotowski von Studierenden der Universitäten Potsdam und Hannover erarbeitet wurde, nimmt ein Schreibtisch den zentralen Raum ein. An diesem wurde Theodor Lessing kurz nach seiner Flucht aus Deutschland im böhmischen Marienbad erschossen.
Es scheint, als läge auf dem Schreibtisch alles so da, wie damals, Ende August 1933: In einer alten Triumph-Reiseschreibmaschine ist ein Blatt Papier eingespannt, auf dem die ersten Zeilen eines Vorwortes getippt wurden. In den Schubladen befinden sich Dokumente und Fotografien von Theodor Lessing und seiner Familie. Gleich neben dem Schreibtisch steht ein Liegestuhl, auf dem Lessing noch vier Tage vor seiner Ermordung für ein Foto posierte.
Die von der Stiftung Niedersachsen geförderte Ausstellung wird weiter durch Deutschland wandern. Interessierte Ausstellungsorte können sich an die Projektleitung wenden.
