Makom - Ort und Orte im Judentum

Makom. Ort und Orte im Judentum.
Zur Bedeutung und Konstruktion von Ortsbezügen im europäischen Judentum von der Aufklärung bis zur Gegenwart.
Das Graduiertenkolleg "Makom. Ort und Orte im Judentum" widmet sich der Frage nach der Bedeutung und der Konstruktion von Orten. Gilt das Judentum gemeinhin als Religion und Kultur, in der Zeit und Geschichte, zeitliches Empfinden und Prägung durch zeitgebundene Vorstellungen Vorrang haben, so wollen wir den Versuch unternehmen, die räumliche Dimension jüdischen Lebens und jüdischer Erfahrung und die Frage von Ortsbezug, Ortsbindung, Ortsverständnis und Ortswahrnehmung in den Vordergrund zu stellen.

Es werden Arbeiten gefördert: über die reale Präsenz jüdischer Gemeinden an wirklichen Orten in Europa, über die Wahrnehmung und Darstellung dieser Präsenz (auch) durch andere, aber auch über die geistesgeschichtlichen Hintergründe einer Debatte über die Bedeutung dieser Präsenz für das Judentum und die europäischen Gesellschaften.

Das Forschungsprogramm gliedert sich in vier Schwerpunktbereiche: Analyse der religiös-spirituellen Dimension von Ort und Orten (I), Untersuchungen über konkrete Formen des Stadt-Land-Verhältnisses (II) und über die "Kultur der großen Stadt" in ihrem Verhältnis zum Judentum (III), sowie schließlich - optional in einer vorgesehenen Erweiterungsphase - eine Analyse medialer Konstruktionen von Ortsbezügen (IV).