Geschichte und Kultur der Juden:
Weiterbildungsmaßnahmen für Lehrer und Multiplikatoren

Bearbeitung: Larissa Marleen Weber

Das Moses Mendelssohn Zentrum Potsdam erarbeitet gegenwärtig ein pädagogisches Konzept für Schule und Unterricht, das der einseitigen Thematisierung jüdischer Geschichte und Kultur in den aktuellen Lehrplänen entgegenwirkt - dort dominieren Begriffe wie Pogrom, Ghetto, Antisemitismus, KZ und Holocaust. Durch didaktische Unterrichtshilfen, Fachtagungen und Lehrerfortbildungen soll eine differenziertere Wissensvermittlung zum Thema jüdische Geschichte und Kultur vor allem Brandenburgs und Berlins erreicht werden – etwa durch die Thematisierung des jüdischen Lebens in Berlin vor 1938. Hierbei wird der Blick insbesondere auch auf Kultur, Theater und die Zeitungslandschaft gerichtet, und zudem auf einzelne Biographien wie die von Regina Jonas, der ersten deutschen Rabbinerin. Auch durch diese Bildung über die Kultur und Geschichte der jüdischen Minderheit soll dem aktuell wachsenden Antisemitismus, Rechtsradikalismus und der generellen Diskriminierung von Minderheiten in der Gesellschaft entgegen gearbeitet werden.