Claudia Boujeddayn

Claudia Boujeddayn studierte an der Universität Leipzig Germanistik sowie Mittlere und Neuere Geschichte. Seit 2013 Promotionsstudium im Fach Geschichte an der Universität Hamburg. Ebenfalls seit 2013 Promotionsstipendiatin des Ernst-Ludwig-Ehrlich-Studienwerks. Seit Dezember 2014 assoziiertes Mitglied des Ludwig Rosenberg Kollegs. Der Titel ihrer Dissertation lautet: "Das politische Engagement linker deutschsprachiger Emigrant_innen während der Zeit ihres Exils im Mandatsgebiet Palästina in den 1930er und 40er Jahren".

 

Thema: 

Ein Teil der in den 1930er und 40er Jahren vor den Nationalsozialisten aus Deutschland, Österreich und der Tschechoslowakei ins Mandatsgebiet Palästina geflohenen Juden und Jüdinnen verstand sich politisch dezidiert als links. Im Jischuw versuchten sie, in Gruppen und Zeitschriften Einfluss auf den vom zionistischen Aufbau bestimmten Diskurs zu nehmen. Die Immigrant_innen sahen sich nicht nur wegen ihrer politischen Orientierung im Widerspruch zur jüdischen Mehrheit – auch ihr Festhalten an der deutschen Sprache und Kultur stieß vor dem Hintergrund der politischen Entwicklung in Europa auf wenig Gegenliebe. Diese Arbeit will sich auch anhand bisher unbeachteter Quellen aus Nachlässen und Archiven umfassend mit dem politischen Engagement der linken deutschsprachigen Immigration im Mandatsgebiet Palästina in den 1930er und 40er Jahren auseinandersetzen und die thematischen Schwerpunkte und Konflikte herausarbeiten, die deren Arbeit bestimmten. 

Kontakt: claudiaks.post(a t)gmail.com